Der österreichische Bariton Georg Klimbacher gab im Frühjahr gemeinsam mit Graham Johnson sein Debüt im Wiener Konzerthaus. In einer von Robert Holl initiierten Schubert-Konzertreihe sang er in diesem Jahr u.a. im Teatro Olimpico in Vicenza mit András Schiff am Klavier. Ein Gastengagement als Baron von Gondremark in Jacques Offenbachs Pariser Leben führte ihn außerdem ans Theater an der Rott (D). Im Sommer folgte sein Rollendebüt als Boni in der Csárdásfürstin beim Sommerfestival in Kittsee. Ende des Jahres wird er gemeinsam mit dem Pianisten Andreas Fröschl u.a. mit Uraufführungen zweier Liederzyklen zum ersten Mal im Arnold Schönberg Center in Wien zu hören sein. Georg Klimbacher erhielt das Startstipendium des Bundeskanzleramtes für Musik und darstellende Kunst 2017. 

Eine umfangreiche Konzerttätigkeit führt den jungen Bariton u.a. in den Wiener Musikverein, ins Auditorio Nacional de Música in Madrid, zum Omaggio a Palladio Festival in Vicenza, zum Internationalen Lied Festival Zeist (NL), zur Styriarte in den Grazer Stefaniensaal, zum Liszt-Festival in Raiding, zur Schubertiade Dürnstein, in den Holywell Music Room (Oxford Lieder Festival), zu den Festivals Wien Modern und dem Festival Maribor (SLO). Er gewann den 1. Preis beim Liedwettbewerb der Petyrek-Lang-Stiftung 2015. Seine CD #talesoflove gemeinsam mit dem Pianisten Andreas Fröschl wurde mit dem Bank Austria Kunstpreis 2016 ausgezeichnet.

Georg Klimbacher ist ein gesuchter Darsteller auf der Opernbühne, so zum Beispiel als Guglielmo (Così fan tutte), Schaunard (La Bohème), Baron von Gondremark (Pariser Leben, Jacques Offenbach), als Papageno (Die Zauberflöte), Dr. Falke (Die Fledermaus), Boni (Die Csárdásfürstin), Arzt und Angestellter (Die Nase, Schostakowitsch) oder als Dancairo (Carmen). Gastspiele und Engagements führen ihn u.a. ins Auditorium Orchestre National de Lyon (F), an die Grazer Oper, ans Teatro Sociale in Trient (I), ans Landestheater Bregenz, die Wiener Kammeroper, ans Theater an der Rott (D), in den Palace of Arts in Budapest und zum Internationalen Operettenfestival O-Fest in Kiew. Eine musikalische Zusammenarbeit ergab sich bereits mit Dirigenten wie Nikolaus Harnoncourt, Sascha Goetzel, Walter Kobéra, Johannes Prinz und Martin Haselböck, mit Pianisten wie András Schiff, Graham Johnson, Matthias Lademann und Eduard Kutrowatz, sowie mit Orchestern wie dem Orchestre National de Lyon, dem Concentus Musicus Wien, der Capella Andrea Barca und dem Orchester Wiener Akademie.

Georg Klimbacher begann seine musikalische Ausbildung an der Grazer Kunstuniversität, wo er neben Gesang auch ein Klavier- und Musikpädagogikstudium belegte. Nach Abschluss seiner Studien folgte ein Masterstudium für Lied und Oratorium bei Robert Holl und Edith Lienbacher an der Universität für Musik und darstellende Kunst in Wien. Weiters besuchte er die Opernklasse bei Christoph Meier und Reto Nickler. Seine stimmliche Ausbildung rundet er in der Arbeit mit Irina Gavrilovici ab.

 

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